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STAWAG speist Biogas in das Netz von Thyssengas ein

Erstellt am: 01.10.2012

Seit Anfang September 2009 speist die STAWAG Biogas in das Netz von Thyssengas ein. Das Gas wird am virtuellen Handelspunkt gehandelt und in Aachen in dezentralen Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt.

Die Anlage in Kerpen produziert rund 40 Millionen Kilowattstunden Biogas jährlich, was dem Gasverbrauch von rund 2 000 Haushalten entspricht.

Zur Aufbereitung des Biogases wird ein bisher in Deutschland einmaliges technisches Verfahren eingesetzt: Vor der Einspeisung ins Erdgasnetz wird das Biogas mit Luft und LPG (Flüssiggas) konditioniert, damit die technischen Regeln eingehalten werden und die Abrechnungskriterien entsprechend dem Verbraucherschutz gegeben sind.

„Wir beschäftigen uns seit langem intensiv mit dem Thema Biogas-Einspeisung und freuen uns, dass wir mit der Entwicklung einer Technologie zur Biogas-Aufbereitung zur ersten Einspeisung von Biogas in ein hochkalorisches L-Gas-Netz beitragen konnten“, erklärt Prof. Dr. Klaus Homann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Thyssengas, zum Anschluss der STAWAG-Biogasanlage an das Thyssengas-Transportnetz in Kerpen. „Studien der Energiewirtschaft kommen zu dem Ergebnis, dass Biogas langfristig mit einem Anteil von etwa zwölf Prozent an der Erdgasversorgung wesentlich zur Versorgungssicherheit beitragen kann. Deshalb ist es unser erklärtes Ziel, auf diesem Gebiet eine aktive Rolle zu spielen und den Einsatz dieses erneuerbaren Energieträgers zu fördern. Und selbstverständlich sehen wir es gerne, wenn auch Biogas, wie hier durch unseren Partner und neuen Transportkunden STAWAG, über unsere Netze transportiert wird, denn Erdgaslogistik ist nun mal unser Geschäft“, so Homann weiter.

„Für uns hat der erfolgreiche Abschluss dieses zweiten Projektes eine große Bedeutung, da wir den Anteil erneuerbarer Energien in unserem eigenen Strommix beständig steigern wollen. Wir setzen dabei neben Sonnen- und Windenergie auch auf die Biomasse“, so Dr. Peter Asmuth, Vorstand der STAWAG. Er dankte der Tochtergesellschaft STAWAG Energie GmbH, die die Erzeugung aus erneuerbaren Energien bei der STAWAG bündelt und vorantreibt. Die STAWAG Energie GmbH hat bereits 2006 in Straelen eine Biogas-Anlage in Betrieb genommen, die als erste Anlage in Nordrhein-Westfalen Bio-Erdgas in das Erdgasnetz speist.

Die Biogas-Anlage in Kerpen, die im selben Jahr errichtet wurde, erzeugt seit Dezember 2006 Biogas auf der Basis von Mais. Dieses wurde bislang in zunächst einem, später zwei mobilen Blockheizkraftwerken vor Ort zu Strom umgewandelt. Die Einspeisung des Biogases in das Netz des Transportnetzbetreibers – zunächst RWE, später Thyssengas – stellte sich als schwierig heraus. Erst die Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen durch die Gasnetzzugangsverordnung, die im April 2008 verabschiedet wurde, ermöglichte Thyssengas und STAWAG, die Modalitäten der Einspeisung festzulegen.

Die beiden mobilen Blockheizkraftwerke sollen, sobald die Anlage in einen Dauerbetrieb übergegangen ist, abgebaut

Aachen, 14. September 2009

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